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Seminare und Kurse

Kurse:

Yoga am und auf dem Stuhl  --Generationenübergreifend--
mit Roswitha Maria Gerwin

Die Unterrichtsräume in den Pfarrgemeinden sind immer noch geschlossen - und werden erst in den nächsten Wochen wieder geöffnet.
Wir bitten um telefonische Nachfrage unter: Mobil - 0160 1522138 oder Festnetz - 02932-6198904, wann der Unterricht wieder beginnen kann.

Yoga und Kontemplation:
Mit Körper- und Atemübungen aus dem Yoga, bereiten wir uns alle zwei Wochen zur Kontemplation (Stille - Meditation) vor. Dazu nutzen wir auch Texte aus der Bibel und den Weisheitsschriften, um innere Ruhe zu finden und den Alltag besser bewältigen zu können.

  • im Christopherus-Haus in Herdringen    -  14-tägig   montags von 17.00 - 18.00 Uhr und  von 18.15 - 19.15 Uhr (ab 03.02.2020)
     

  • im Gemeindehaus Pfarrei Hl. Geist in Arnsberg - Hüsten    -    14-tägig mittwochs von 10.00 - 11.00 Uhr (ab 05.02.2020)
     



Kursangebote im Benediktushof, Holzkirchen (bei Würzburg)

Der August - und Dezemberkurs findet, wie hier ausgeschrieben, im Benediktushof statt

 

Kursnummer 20RG02 - Einführung in die Integrale Yogapraxis  (Link zu weiteren Infos und zur Buchung)
Beginn Do., 13.08.2020, 18:00 Uhr
Ende So., 16.08.2020, 13:00 Uhr
Dauer 4 Tage (3 Übernachtungen)
Kursleitung Roswitha Maria Gerwin
Dokumente Info zum Kursthema wird als Broschüre ausgehändigt

 

Kursnummer 20RG03 - Meditation in der Integralen Yogapraxis (Link zu weiteren Infos und zur Buchung)
Beginn Do., 17.12.2020, 18:00 Uhr
Ende So., 20.12.2020, 13:00 Uhr
Dauer 4 Tage (3 Übernachtungen)
Kursleitung Roswitha Maria Gerwin
Dokumente Info zum Kursthema wird als Broschüre ausgehändigt

 

Benediktushof
Seminar- und Tagungszentrum GmbH
Klosterstraße 10 in 97292 Holzkirchen / bei Würzburg
Bürozeiten: Mo. bis Fr. 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr und  14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Telefon: 09369 - 98 38-0
Link zum Benediktushof  

 

 
 

 

Yoga und Kontemplation
-Von der zentrierten Bewegung über die Betrachtung zur Kontemplation-

Mit dem Leitspruch: „Tue deinem Leib Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen“, hat die Mystikerin und Kirchenlehrerin, Teresa von Avila, ihre Mitschwestern motiviert, dergleichen mit Freude und sogar mit Lust auszuführen.
Dass sich die Seele im Körper wohlfühlen soll, bedeutet das gleiche, wonach sich auch eine moderne Psychologie ausrichtet, wenn sie von Wohlbefinden der Psyche spricht, für mehr Lebensglück und innere Freiheit.
Teresa hat ihren Mitschwestern direkt eine Aufforderung hinterher geschickt:

„Bete nicht um leichtere Last, sondern um einen stärkeren Rücken“

 

Dafür muss der Körper jedoch vorbereitet werden - und da setzt Yoga an, mit einer großen Vielfalt an Rücken stärkenden Übungen, die vorbereiten und hinführen, bis zur Ausführung einer Yogahaltung. Der Atem ist ein guter Zubringer, mit dem wir die Bewegungen gestalten und beseelen.
Im Yoga geht es nicht um Leistung, sondern um Achtsamkeit im Augenblick, sowohl während der Übung als auch in der Stille-Phase.
Ein Yoga, der über die Achtsamkeit zum zum spirituellen Weg führt, und Körper Geist und Seele als Einheit sieht, hat somit den gleichen Standpunkt wie die Christliche Mystik, aus der auch die große Heilige Teresa von Avila schöpfte, die folgendes umschrieb: „Wir tragen nicht nur Verantwortung für uns selbst, sondern auch für die gesamte Schöpfung.“
Diese Intension können wir in der Stille-Meditation erfahren, die zu jedem Übungsabschluss gehört. Dazu bedarf es keiner Religionszugehörigkeit, aber es vertieft den religiösen Menschen in seinem Glauben.

Die Christliche Mystik beschreibt die Stille in der Meditation oder Kontemplation sehr genau:

„Im Gebet sprechen wir zu Gott.
In der Stille-Meditation versuchen wir ihn zu hören“

Und Soren Kierkegaard schrieb:
„Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst, beten sei reden. Ich lernte aber, dass beten nicht bloß schweigen ist, sondern hören. So ist es: Beten heißt nicht, sich selbst reden hören. Beten heißt: still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört“

Auf die Stille hören
sich darin vergessen
und daraus erwachen

Roswitha Maria Gerwin

 

Yoga und Kontemplation - ein Weg des Herzens

In östlichen Weisheitslehren heißt es, dass eine wahre Herzensbildung nur so groß sein kann, wie die Erkenntnis, die zuvor erfahren wurde. Um zu einer wahren inneren Erfahrung zu kommen, bedarf es der Stille. Dabei geht es nicht unbedingt um eine stille Umgebung, obwohl sie wohltuend ist, sondern primär um die Stille im eigenen Herzen.

Wenn wir immer wieder klösterliche Stille aufsuchen, aber nicht einen aktiven Schritt auf die Stille im Herzen zugehen, bleibt die Berührung oberflächlich.

'Unruhig bleibt unser Herz, bis es ruht in Dir o Gott'

wusste der große Kirchenlehrer Augustinus zu sagen. Unruhe ist jedoch ein Zeichen unserer Zeit und immer mehr Menschen begeben sich auf die Suche nach Stille. Nun lässt sich ein unruhiger Geist nicht einfach ausschalten. Dazu bedarf es einer bestimmten  Einübung über den Körper, den Geist und der Seele.

Körper- und Atemübungen aus dem Yoga wirken direkt auf das vegetative Nervensystem, welches dann auf Ruhe schaltet. Der Atem verlangsamt sich, die Achtsamkeit auch auf den Körper nimmt zu und die Psyche bekommt erste Gleichmutserfahrungen.

Hinführend ist es wichtig, dass wir in der Übung die Aufmerksamkeit auf verschiedene Bereiche des Körpers lenken, und auch die Vorstellungskraft aktivieren. Später können wir über die eigene Achtsamkeit den Gedankenfluss verlangsamen und immer mehr ruhen lassen.

Lange Zeit hatte der Westen vergessen, dass es dergleichen Einübungen auch in der Christlichen Mystik zur Kontemplation gegeben hat. Wir können dankbar sein, dass uns der Weg über den Osten wieder zu den eigenen Wurzeln führte. Ja - wie bei allem Suchen nach dem wahren Sinn des Lebens, gehen wir viele Wege, auch Umwege, um irgendwann wieder nach Hause zu kommen. Der große Dichter Rumi bekannte dieses umfassend für Körper, Geist und Seele: 

'Ich habe die ganze Welt auf der Suche nach Gott durchwandert
und ihn nirgendwo gefunden.
Als ich wieder nach Hause kam, sah ich ihn vor der Türe meines Herzens stehen,
und er sprach:
„Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten“.
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen'.

                                                                                 Roswitha Maria Gerwin

 

'Ich ging durch einen grasgrünen Wald...'
-In Freude und Balance durch die Natur-

Ernst Wiechert war es, der uns vor vielen Jahren in seinem Buch 'Von Wäldern und Menschen' Schönheit und Gesundbringendes durch die Bäume nahe brachte. Und der bekannte Förster Peter Wohlleben hat sie uns wieder in die Gegenwart geholt. Seine neuen Bücher und Filme über das geheime Leben der Bäume, hat dem Wald die Seele zurückgegeben.

Selbst Bernhard von Clairvaux, der heilige Mönch des Mittelalters, und der Dichter Paul Claudel kannten die tiefe Seelenberührung durch die Wälder:


'Glaube mir, denn ich habe es erfahren,du wirst mehr in den Wäldern finden
 als in den Büchern. Bäume und Steine werden dich lehren,
was du von keinem Lehrmeister hörst.' 

'Wenn man in einen Wald eintritt, so ist es, als träte man in das Innere einer Seele.'

 

In unserer heutigen Yogastunde vergegenwärtigen wir uns die Lust am Wandern und Naturerleben, mit Übungen, die wir auch mitten im Wald ausführen können. Das sogenannte 'Waldbaden' ist ja schon in aller Munde.

Und wir haben das Glück, hier im Sauerland, von viel Wald umgeben zu sein. Genießen wir die Ferienzeit, um uns im Wald zu bewegen und zu gesunden! Wer sich entsprechend kleidet, braucht keine Angst vor Zecken zu haben. Und wer sich hin und wieder ganz still verhält und lauscht, der hört Geheimnisvolles. Kinder bringen uns ins Märchenland - und sind nicht erstaunt, wenn wir ihnen berichten, dass es in Irland sogar eine Feenbeauftragte gibt!

Ich war meinem Vater sehr dankbar, dass er mich als Kind oft mit in den Wald genommen hat - wenn auch mehr zur Arbeit, zum Beispiel zum Tannenpflanzen. Aber das Rauschen in den Baumwipfeln, das Singen der Vögel und die tanzenden Zweige im Unterholz, habe ich nicht vergessen.
Jetzt, im älteren Dasein, nehme ich meistens die Nordic Walking Stöcke mit, so kann ich mich besser halten und ausrichten. Und sollte mal ein Wildschwein den Weg kreuzen, hebe ich die Stöcke und werde zum Riesen...

Ein liegender Baumstamm ist nicht nur zum Sitzen bereit, sondern zunächst zum Bewegen, zur Kräftigung und zur Dehnung da, ehe mich die Stille umarmt.

-Sei still und lausche - diese hohen Bäume sind Gebete-

                                                                               Roswitha Maria Gerwin